📋 Schritt-für-Schritt Anleitung
Adventskalender selbst basteln: So wird die Vorweihnachtszeit für deine Kinder ganz besonders
Fünf Minuten.
So lange habe ich letztes Jahr im Laden vor dem Regal mit den fertigen Adventskalendern gestanden. Glitzernde Schokoladenkalender, bedruckt mit Lizenzfiguren, die meinen Sohn für zwei Wochen begeistern und dann im Altpapier landen. Ich habe keinen einzigen mitgenommen. Stattdessen bin ich mit leeren Händen, aber einer Idee im Kopf nach Hause gefahren: Ich wollte etwas, das er jeden Tag aufmachen kann und das trotzdem nicht nach Wegwerfware aussieht. Also habe ich beschlossen, den Adventskalender selbst zu basteln — nicht, weil ich besonders geschickt bin, sondern weil ich genau wusste, was ich nicht wollte. Wenn es dir ähnlich geht, bist du hier richtig.
Die eine Erkenntnis, die ich aus diesem Projekt mitgenommen habe: Es kommt nicht auf 24 perfekte Kunstwerke an. Es kommt auf ein einziges gutes System — eine Tüte, ein Handgriff, eine Zahl — das du 24-mal wiederholst. Sobald der erste Handgriff sitzt, läuft der Rest fast von allein.
Dein Adventskalender selbst basteln — was am Ende dabei herauskommt
Am Ende dieser Anleitung hängen 24 kleine Papiertüten in Kraftpapier-Optik an einer gespannten Kordel, jede mit einer Zahl von 1 bis 24 und ein paar Strichen Washi-Tape verziert. Kein Kunststoff, keine vorgefertigte Motivwelt — nur warmes Papier, ein bisschen Winter-Muster und der Platz für das, was du hineinlegst. Das Schöne daran: Die Tüten sehen zusammen viel aufwendiger aus, als sie einzeln waren. Und weil du sie selbst befüllst, kannst du jeden Tag genau auf dein Kind, deinen Partner oder deine beste Freundin zuschneiden.
🛒 Das brauchst du
- 24 kleine Papiertüten aus Kraftpapier, ca. 12 × 8 × 18 cm — Bastelladen oder Drogerie, ca. 5 € für ein 25er-Pack
- ca. 3 m Juteschnur oder Baumwollkordel — ca. 2,50 €
- 24 kleine Holz-Wäscheklammern (Mini, ca. 3,5 cm) — ca. 3 € für ein 50er-Pack
- 1 Bogen Zahlenaufkleber 1–24 (oder ein Zahlenstempel-Set) — ca. 4 €
- 2 Rollen Washi-Tape in Winter- oder Naturmotiven — ca. 5 € für beide
- 1 Klebestift oder etwas Bastelkleber für kleine Korrekturen — ca. 3 €
- 2 Reißnägel oder kleine Haken, um die Kordel zu spannen — meist schon vorhanden
- 24 Kleinigkeiten zum Befüllen (Süßes, kleines Spielzeug, Zettel mit Botschaft) — Kosten variieren stark
So klappt der Adventskalender selbst basteln auch für Anfänger
Diese Basteln Anleitung führt dich Schritt für Schritt zum fertigen Kalender
Schritt 1 — Tüten sortieren und die Schnur spannen
Lege alle 24 Tüten vor dir aus und zähle sie einmal durch — ärgerlich, wenn am Ende eine fehlt. Spanne dann deine Kordel zwischen zwei Reißnägeln, Haken oder Möbelknäufen. Ideal ist eine Höhe, in der die Tüten später locker hängen, ohne den Boden zu berühren — bei mir waren das etwa 1,80 m Wandbreite für alle 24 Tüten mit ca. 5 cm Abstand. Zieh die Schnur straff, aber nicht bretthart, sie darf einen minimalen Bogen haben. Wenn sie durchhängt wie eine Wäscheleine im Regen, ist sie zu locker gespannt — einmal nachziehen und fertig.
Schritt 2 — Die Tüten öffnen und die Böden feststellen
Fertige Papiertüten haben meist einen gefalteten Standboden. Klapp ihn einmal fest von innen nach außen, damit die Tüte später von selbst steht, auch wenn sie noch nicht befüllt ist. Das dauert pro Tüte nur ein paar Sekunden, macht aber optisch einen großen Unterschied — eine wacklige Tüte sieht schnell provisorisch aus, eine stabil stehende sofort durchdacht.
Schritt 3 — Die Tüten mit Washi-Tape verzieren
Das ist der Schritt, der am längsten dauert und bei dem am meisten schiefgehen kann — deshalb hier ausführlich. Reiß dir Streifen von etwa 6–8 cm Länge vom Washi-Tape ab und klebe sie diagonal, waagerecht oder als kleines Kreuz auf die obere Hälfte der Tüte. Du musst nicht jede Tüte gleich gestalten — im Gegenteil, kleine Unterschiede wirken lebendiger als 24 identische Klone. Drück das Tape am Ende einmal mit dem Fingernagel entlang der Kante fest, sonst löst es sich beim Aufhängen als Erstes wieder. Wenn eine Ecke absteht: kein Beinbruch, einfach ein kleines Stück frisches Tape darüberkleben.
💡 Insider-Tipp
Dekoriere alle 24 Tüten in einem Rutsch, bevor du irgendetwas anderes machst. Sobald du zwischendurch Zahlen aufklebst oder befüllst, verlierst du den Rhythmus, und jede Tüte dauert plötzlich doppelt so lange. Ein Abend vor dem Fernseher, alle Tüten nebeneinander — bei mir waren es keine 25 Minuten für alle 24 zusammen.
Schritt 4 — Zahlen 1 bis 24 anbringen
Klebe die Zahlenaufkleber mittig auf die untere Hälfte jeder Tüte, unterhalb der Deko. Achte darauf, dass wirklich jede Zahl von 1 bis 24 genau einmal vorkommt — am besten hakst du sie auf einer Liste ab, während du klebst. Das klingt nach unnötiger Kleinarbeit, aber eine doppelte 12 fällt garantiert erst am 12. Dezember auf, wenn es zu spät ist.
Schritt 5 — Die Tüten befüllen
Jetzt kommt der spannendste Teil: das, was drinsteckt. Kleine Süßigkeiten, ein Mini-Spielzeug, ein handgeschriebener Zettel mit einer gemeinsamen Aktion für den Tag — alles, was flach genug ist, um die Tüte zu verschließen. Bei Kindern lohnt sich ein Mix aus Naschen und kleinen Überraschungen ohne Zucker, etwa ein Sticker oder ein kleines Auto. Achte bei Kleinteilen unbedingt auf die Altersempfehlung auf der Verpackung — Kleinkinder sollten keine verschluckbaren Teile bekommen.
Schritt 6 — Tüten verschließen und an der Schnur befestigen
Falte die Tütenöffnung einmal nach vorne um, etwa 2 cm, und klemme eine Holz-Wäscheklammer darüber — die hält die Tüte zu und dient gleichzeitig als Aufhängung. Klemm die Klammer direkt über die gespannte Kordel. Halte beim Verteilen etwa den gleichen Abstand zwischen den Tüten, das Auge merkt Unregelmäßigkeiten hier sofort. Ich habe einfach meine flache Hand als Abstandshalter zwischen zwei Tüten genommen, das reicht völlig.
Und dann hängt er da — dein selbst gebastelter Adventskalender, fertig zum Abzählen bis Weihnachten. Kein Perfektionismus nötig, keine Schablone, kein Kurs. Nur 24 Tüten, eine Schnur und ein bisschen Geduld an einem Abend.
⚠️ Häufige Fehler bei dieser Basteln Anleitung
- Schnur zu locker gespannt: Die Tüten rutschen zusammen. Lösung: einmal kräftig nachziehen und die Enden mit einem doppelten Knoten sichern.
- Zu viel Washi-Tape auf einmal: Wirkt schnell überladen. Lösung: maximal zwei bis drei Streifen pro Tüte, lieber zurückhaltend als bunt-chaotisch.
- Schwere Füllung in dünne Papiertüten: Der Boden reißt beim Aufhängen. Lösung: schwerere Geschenke unten in der Tüte platzieren und notfalls den Boden von innen mit einem Streifen Klebeband verstärken.
- Zahlen doppelt oder vergessen: Fällt oft erst zu spät auf. Lösung: beim Kleben eine Strichliste führen.
- Alle Tüten identisch dekoriert: Wirkt monoton statt liebevoll. Lösung: bewusst kleine Variationen zulassen, das ist kein Fehler, sondern Charakter.
🎨 Variationen
- Farbe: Statt Kraftpapier weiße Tüten nehmen und mit farbigen Stiften bemalen — wirkt heller und moderner.
- Größe: Größere Tüten (ca. 20 × 12 × 25 cm) für Adventskalender an Partner oder Freunde, wenn die Geschenke größer ausfallen sollen.
- Material: Statt Papiertüten kleine Jutesäckchen verwenden — hält mehr aus und lässt sich Jahr für Jahr wiederverwenden.
- Aufhängung: Statt Kordel an der Wand eine Zimmertanne oder einen Ast im Vintage-Glas nutzen und die Tüten daran aufhängen.
Diese Materialien nutze ich selbst
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Bastelset für den Adventskalender
Preis: ca. 15–20 €
Dieses Set hat mir viel Suchen erspart: Tüten, Kordel und Klammern kamen aufeinander abgestimmt in einer Farbwelt, sodass ich nicht drei verschiedene Läden abklappern musste. Die Tüten fühlen sich stabiler an als die aus dem Ein-Euro-Laden, das Kraftpapier hat spürbar mehr Grammatur. Was mich weniger überzeugt hat: Die mitgelieferten Zahlenaufkleber sind ziemlich klein geraten — hier würde ich eher zu einem separaten Set greifen.
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Adventskalender selbst befüllen — Ideen-Set
Preis: ca. 12–18 €
Wenn dir wie mir irgendwann zwischen Tütchen 15 und 24 die Ideen ausgehen, ist so ein fertiges Befüll-Set Gold wert. Die Kleinteile sind alle einzeln verpackt und altersgerecht sortiert, das nimmt viel Denkarbeit ab. Ehrlich gesagt: Für die ersten zehn Tage hätte ich auch selbst genug Ideen gehabt, richtig gebraucht habe ich es erst für die letzte Woche vor Weihnachten.
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Bastelkleber, den ich am liebsten benutze
Preis: ca. 5–7 €
Für kleine Korrekturen am Washi-Tape oder um Zahlenaufkleber nachzukleben, die sich lösen wollten, ist dieser Kleber ideal — er zieht keine langen Fäden und trocknet klar statt milchig-weiß. Kleiner Nachteil: Die Tube ist recht schmal, bei größeren Klebeflächen dauert das Auftragen etwas länger als mit einem breiten Klebestift.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert diese Basteln Anleitung wirklich?
Für das reine Falten, Dekorieren und Zahlen kleben solltest du realistisch 45 bis 60 Minuten einplanen, wenn du alle 24 Tüten am Stück machst. Das Befüllen kommt noch dazu und hängt stark davon ab, ob du die Geschenke schon zusammen hast oder erst noch besorgen musst.
Kann ich das Material ersetzen?
Ja, problemlos. Statt Papiertüten funktionieren auch kleine Jutesäckchen, alte Geschenkpapierreste oder sogar Klopapierrollen, die du beidseitig zufaltest. Washi-Tape kannst du durch Aufkleber, Stempel oder einfach bunte Stifte ersetzen — wichtig ist nur, dass die Tüte stabil genug bleibt, um befüllt zu werden.
Was mache ich, wenn ein Schritt misslingt?
Fast jeder Fehler lässt sich mit einem weiteren Stück Washi-Tape oder einem Klecks Kleber überkleben. Eine schiefe Zahl, ein leicht eingerissener Tütenrand — das fällt am Ende an der Kordel kaum noch auf. Wirklich stören sollte dich nur eine gerissene Tüte, die tauschst du am besten direkt aus.
Ab welchem Alter eignet sich diese Adventskalender Basteln Anleitung zum Mitmachen?
Das Dekorieren mit Washi-Tape können schon Kinder ab etwa 4 Jahren unter Aufsicht mitmachen, das Kleben der Zahlenaufkleber klappt meist ab 5 Jahren gut selbstständig. Beim Befüllen mit Kleinteilen solltest du bei jüngeren Kindern selbst darauf achten, dass nichts verschluckbar ist.
Wie befülle ich die Tüten am besten?
Am einfachsten legst du dir vorab eine Liste mit 24 Ideen an, damit du nicht spontan jeden Abend überlegen musst. Mische Süßes mit kleinen Erlebnissen wie „heute Abend Weihnachtsfilm schauen“ — das füllt Tüten auch ohne teure Geschenke.
Daniela
Bastelt am liebsten am Küchentisch, mit Kaffee und ohne Zeitdruck. Diesen Adventskalender selbst basteln durfte ich letztes Jahr für meinen Sohn ausprobieren — und mache ihn dieses Jahr wieder.
Der fertige Adventskalender an der Fensterschnur — Foto: KI generiert
Alles griffbereit, bevor es losgeht — Foto: KI generiert
Der Schritt, der am meisten Geduld braucht — Foto: KI generiert
Merk dir diese Anleitung für später — Foto: KI generiert