🍂 Saisonaler Beitrag
Wenn die Küche nach Zimt und Butter duftet: unser liebstes Plätzchen Rezept für die Adventszeit
Draussen wird es früh dunkel.
Genau dann, wenn die Fenster beschlagen und der erste Schnee angekündigt wird, zieht bei uns der Duft von warmer Butter und Zimt durch die Wohnung. Die Adventszeit hat für mich einen festen Programmpunkt: Plätzchen backen mit meinem Sohn. Wir suchen uns jedes Jahr zwei bis drei Rezepte aus und legen dann an unterschiedlichen Nachmittagen los — mal an einem verregneten Samstag, mal einfach spontan, weil die Vorfreude zu gross wird. Dieses Plätzchen Rezept ist dabei unser fester Anker. Es taucht jedes Jahr wieder auf, weil es einfach funktioniert, egal wie viel „Hilfe“ von kleinen Händen dazukommt.
Was dieses Rezept für uns besonders macht: Es geht schnell, braucht keine seltenen Zutaten und ist wirklich für Kinder gemacht. Mein Sohn darf den Teig kneten, ausrollen und mit dem Ausstecher hantieren — und am Ende schmecken die Plätzchen für ihn noch einmal so gut, weil er sie selbst geformt hat.
Zubereitungszeit
ca. 30 Plätzchen
ideal für Kinder
Weihnachtsgebäck
Warum jetzt der richtige Moment für dieses Plätzchen Rezept ist
Auf dem Wochenmarkt liegen inzwischen Mandarinen, Zimtstangen und dicke Bündel Sternanis neben den letzten Kürbissen. Genau diese Zutaten wandern bei uns nicht ins Rezept, aber sie sind der Grund, warum jetzt Plätzchenzeit ist: Die Nase weiss es, bevor der Kopf es entscheidet. Ein klassischer Mürbeteig aus Butter, Zucker, Ei und Mehl ist genau das richtige Gegenstück dazu — schlicht, buttrig, und er lässt sich beliebig mit Zimt, Vanille oder Zitronenschale variieren, je nachdem, worauf man gerade Lust hat.
Das Schöne an einem Mürbeteig für Plätzchen: Er verzeiht viel. Er muss nicht gehen wie ein Hefeteig, er braucht keine Gärzeit wie ein Sauerteig, und er lässt sich problemlos vorbereiten. Genau deshalb ist er das perfekte Einsteigerrezept für gemeinsame Backnachmittage mit Kindern.
Zutaten für 4 Portionen (ca. 30 Plätzchen)
Teig:
- 250 g Weizenmehl (Type 405), plus etwas mehr zum Bemehlen
- 175 g kalte Butter, in Würfeln
- 100 g Zucker
- 1 Ei (Grösse M), Zimmertemperatur
- 1 Prise Salz
- 1 Päckchen (8 g) Vanillezucker
- 1/2 TL Backpulver
Zum Verzieren (optional):
- 100 g Puderzucker + 2–3 EL Wasser für die Glasur
- Bunte Zuckerstreusel nach Belieben
So gelingt der Teig garantiert
Als mein Sohn das erste Mal mitgeholfen hat, war er vor allem eines: ungeduldig. Er wollte den Teig sofort ausrollen, kaum dass die Zutaten in der Schüssel lagen. Genau da liegt der erste kleine Trick dieses Rezepts — die Kühlzeit ist kein optionaler Schritt, sondern der Grund, warum die Plätzchen später nicht zerlaufen und ihre Form behalten.
- Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Backpulver in einer grossen Schüssel vermischen. Die kalte Butter in Würfeln dazugeben. Mit den Fingerspitzen (oder den Knethaken des Handrührers) alles zu einer krümeligen Masse verreiben, bis keine grossen Butterstücke mehr sichtbar sind. Das geht auch mit Kinderhänden sehr gut — kalte Butter fühlt sich für kleine Finger fast wie Sand an, das macht Spass.
- Das Ei dazugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. Wichtig: nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh statt mürbe. Sobald sich der Teig zu einer Kugel formen lässt, ist er fertig.
- Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen (bei wenig Zeit reichen auch 20 Minuten im Gefrierfach). Das ist der entscheidende Schritt: Kalte Butter im Teig sorgt dafür, dass die Plätzchen beim Backen ihre Form halten, statt in die Breite zu laufen.
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 4 mm dick ausrollen. Dünn ausgerollt werden die Plätzchen knuspriger, dicker ausgerollt bleiben sie weicher im Kern — beides ist erlaubt, je nach Geschmack. Mit den Ausstechern Formen ausstechen und mit etwas Abstand auf die Bleche legen.
- Im vorgeheizten Ofen 8–10 Minuten backen, bis die Ränder ganz leicht goldbraun werden. Die Mitte bleibt dabei noch hell — das ist normal, die Plätzchen backen auf dem heissen Blech nach. Wer sie lieber knuspriger mag, lässt sie 1–2 Minuten länger im Ofen, sollte sie dabei aber nicht aus den Augen lassen: Zwischen goldbraun und verbrannt liegt bei dünnen Plätzchen nur eine Minute.
- Vollständig auf dem Blech auskühlen lassen, bevor sie verziert werden — warme Plätzchen sind noch weich und brechen leicht.
Für die Glasur Puderzucker mit Wasser glattrühren, bis eine dickflüssige, streichfähige Masse entsteht (Löffeltest: Die Glasur sollte langsam vom Löffel tropfen, nicht laufen). Mit einem Pinsel oder Löffel dünn auf die ausgekühlten Plätzchen auftragen und sofort mit Streuseln bestreuen, solange die Glasur noch feucht ist.
💡 Tipp: Wenn der Teig beim Ausrollen klebt, hilft kein zusätzliches Mehl im Teig selbst, sondern nur auf der Arbeitsfläche und dem Nudelholz — sonst wird der Teig trocken und bröselig. Klebt er trotzdem stark, einfach für 10 Minuten zurück in den Kühlschrank legen. Kalter Teig lässt sich immer besser verarbeiten als zimmerwarmer.
Was sonst noch mit dem Mürbeteig geht
🔄 Drei Abwandlungen für unser Backrezept
- Zimt-Variante: 1 TL Zimt direkt in die Mehlmischung geben — passt besonders gut zu Sternen und Herzen.
- Zitronen-Variante: Abrieb einer halben Bio-Zitrone in den Teig kneten, für eine frischere Note.
- Schoko-Variante: Nach dem Backen die Hälfte jedes Plätzchens in geschmolzene Zartbitterschokolade tauchen und trocknen lassen.
Der Teig lässt sich übrigens auch roh einfrieren: als Rolle in Frischhaltefolie gewickelt, hält er sich problemlos 2–3 Monate im Gefrierfach. So kann man an einem ruhigen Nachmittag im November schon vorbacken und hat in der stressigen Adventszeit frische Plätzchen in 30 Minuten parat, ohne alles neu ansetzen zu müssen.
Bei uns ist dieses Backrezept meist erst der Anfang. Sobald die erste Ladung aus dem Ofen kommt, überlegt mein Sohn schon, welches Rezept als Nächstes an der Reihe ist — meistens Vanillekipferl oder Lebkuchen. Aber dieses hier bleibt jedes Jahr die erste Wahl, weil es so unkompliziert ist, dass wirklich nichts schiefgehen kann.
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Plätzchen Ausstecher-Set
Ein gutes Ausstecher-Set macht bei uns einen echten Unterschied: Die Kanten sind sauber geprägt, sodass auch kleine Kinderhände beim Andrücken nicht abrutschen. Wir haben mittlerweile Sterne, Tannenbäume und Herzen in verschiedenen Grössen, was gerade bei diesem Rezept praktisch ist, weil sich unterschiedlich grosse Formen unterschiedlich lange backen lassen — man lernt schnell, welche Grösse zu welcher Backzeit passt. Ehrlich gesagt: Bei sehr filigranen Motiven wie dünnen Sternspitzen reisst der Teig beim Herausnehmen aus der Form manchmal trotzdem etwas ein, das lässt sich auch mit gutem Werkzeug nicht ganz vermeiden.
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Nudelholz aus Buchenholz
Unser Nudelholz ist aus massivem Buchenholz, liegt angenehm schwer in der Hand und rollt den Teig sehr gleichmässig aus, ohne dass er an der Oberfläche kleben bleibt. Für Kinder ist es dank der durchgehenden Form leicht zu greifen, auch wenn die Hände noch klein sind. Ein kleiner Nachteil: Holz sollte nicht in die Spülmaschine, sondern nur von Hand abgewaschen und gut abgetrocknet werden, damit es sich nicht verzieht.
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Kinderschürze
Diese Schürze hat einen verstellbaren Nackenriemen, sodass sie mit meinem Sohn mitwächst, und der Stoff lässt sich bei Mehl- und Butterflecken problemlos in der Maschine waschen. Die grosse Tasche vorne ist praktisch, um kurz den Ausstecher oder ein Küchentuch zu verstauen. Einziges Manko: Bei sehr kleinen Kindern ist die Schürze anfangs noch etwas lang und muss am Bund einmal umgeschlagen werden.
Häufige Fragen zu diesem Plätzchen Rezept
Was, wenn ich keinen Vanillezucker zur Hand habe?
Kein Problem — einfach durch normalen Zucker ersetzen und stattdessen die Kerne einer halben Vanilleschote oder ein paar Tropfen Vanilleextrakt in den Teig geben. Das Backrezept funktioniert auch ganz ohne Vanille, es fehlt dann nur die feine Aromanote.
Geht dieses Plätzchen Rezept auch ausserhalb der Weihnachtszeit?
Ja, absolut. Der Mürbeteig selbst ist ganzjährig tauglich, nur die Ausstechformen machen es zu einem Weihnachtsgebäck. Mit Herz- oder Blumenformen wird aus demselben Backrezept ein Gebäck für den Frühling oder Sommer.
Wie lange sind die Plätzchen haltbar?
In einer gut verschlossenen Keksdose bei Zimmertemperatur halten sich die Plätzchen etwa 2–3 Wochen. Ungeglasurt lassen sie sich auch einfrieren und halten dann bis zu 2 Monate.
Der Teig ist mir zu weich zum Ausstechen — was tun?
Das passiert vor allem, wenn die Küche warm ist oder die Butter schon zu weich war. Einfach den Teig für weitere 15–20 Minuten in den Kühlschrank legen, bevor es weitergeht. Bei diesem Backrezept lohnt es sich, im Zweifel lieber einmal zu viel zu kühlen als zu wenig.
Daniela
Ich backe jedes Jahr in der Adventszeit gemeinsam mit meinem Sohn und teile hier unser liebstes Plätzchen Rezept, das seit Jahren fester Bestandteil unserer Weihnachtszeit ist.
Adventliche Backstube mit Kerzenlicht — Foto: KI generiert
Frische Zutaten für den Mürbeteig auf Holztisch — Foto: KI generiert
Weihnachtsplätzchen zum Nachbacken — Foto: KI generiert